“Was ich tue, ist kein Zufall; es ist das Ergebnis vieler Erfahrungen, Intuition und einer ziemlich genauen Vorstellung davon, wie sich Ästhetik
für mich anfühlen soll.”
Meine Reise begann 2013 mit dem Umzug nach Hamburg, um Fotografie zu studieren, danach folgte eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin.
Beides hat mich geprägt, nicht nur fachlich, sondern auch in der Art,
wie ich auf Dinge schaue.
Ich habe gelernt, Komposition zu verstehen, Proportionen zu lesen und
zu erkennen, wann etwas funktioniert und wann eben nicht.
Rückblickend ging es dabei nie ausschließlich um Fotografie oder Fashion. Es ging immer um Gestaltung und um die Frage, warum manche Dinge eine Wirkung entfalten und andere trotz aller Mühe austauschbar bleiben.
Meine berufliche Karriere war auf vieles ausgerichtet, aber nicht auf’s Tätowieren. Der Gedanke daran kam Jahre später durch eine meiner engsten Freundinnen. Sie gab mir ein Buchkapitel und bat mich, daraus ein Design zu entwickeln.
Ich las den Text und reduzierte ihn auf drei Worte: „nur mit Liebe“. Als ich ihr den Entwurf zeigte, sagte sie: „Wenn du es jetzt noch tätowieren würdest, wäre es im Ganzen von dir.“ Dieser Satz wirkte deutlich länger nach als ursprünglich vorgesehen.
Kurz darauf bewarb ich mich bei einem renommierten Hamburger Tattoostudio, erhielt sowohl den Ausbildungs- als auch den anschließenden Resident-Vertrag und stand vor einer Entscheidung.
Ich hätte unterschreiben können, tat es aber nicht.
Stattdessen absolvierte ich in meinem eigenen Tempo und meinem eigenen Anspruch eine Masterclass mit Prüfung und Zertifikat und widme mich seit Sommer 2023 dem Tätowieren.
Heute fließen all diese Stationen zusammen: mein Verständnis
für Gestaltung, mein Blick für Komposition und mein kompromissloser Anspruch
an Präzision.
Ich mag es schlicht, aber nicht simpel. Fein, aber nicht brav und genau so sollen sich meine Tattoos anfühlen.